Gemeinsam für eine zukunftsfähige Radregion
Die Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises, Birgit Weckler, freute sich über einen konstruktiven Austausch mit den Beteiligten und zahlreichen Gästen.
Wetteraukreis (pdw) Wie entwickelt sich der Radverkehr im Wetteraukreis? Welche Radwege sind in der Umsetzung oder sollen künftig Lücken im bestehenden Radwegenetz schließen? Die Wetterauer Fahrradkonferenz bot verschiedenen Akteurinnen und Akteuren bereits zum achten Mal die Möglichkeit, sich über den aktuellen Sachstand zu informieren und in Austausch miteinander zu treten.
Birgit Weckler, Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises, freute sich über die rund 100 Teilnehmenden, die in das Kultur- und Sportforum nach Bad Vilbel gekommen waren: „Die Fahrradkonferenz bietet einen wichtigen Rahmen, um aktuelle Entwicklungen und Projekte vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam die Radverkehrsförderung in der Wetterau voranzubringen. Dazu ist es wichtig, mit allen Landkreis-Kommunen und weiteren Beteiligten im Gespräch zu bleiben“, betonte Weckler.
Mit dabei: Sebastian Wysocki, Bürgermeister der Gastgeberkommune Bad Vilbel. Wysocki stellte das Radverkehrskonzept der Stadt aus dem Jahr 2018 vor, das im Jahr 2025 fortgeschrieben worden war: „Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Bad Vilbel weiter zu verbessern und ihn als Bestandteil der Nahmobilität zu stärken. Das Radverkehrskonzept gibt eine klare Richtung vor und legt Maßnahmen fest, um Bad Vilbel kontinuierlich fahrradfreundlicher zu gestalten.“
Das Ziel der besseren Rahmenbedingungen unterstrichen auch Sascha Schmidt und Niklas Knufinke von der Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises, die über die Entwicklungen des Radverkehrs im Kreisgebiet berichteten und einen Sachstand zur Planung verschiedener Radwegeverbindungen gaben. Diese sind unter anderem:
· Radwegeverbindung zwischen Södel und Oppershofen
· Radwegeverbindung zwischen Bisses und Grund-Schwalheim
· Neubau eines Radweges entlang der K174 zwischen Schwalheim und Rödgen
· Neubau eines Radweges entlang der K237 zwischen Lindheim und Heegheim
Knufinke verwies zudem auf die neue Radkarte des Wetteraukreises, die in Kürze kostenlos erhältlich sei und ihren Fokus auf die elf Kommunen der Landesgartenschau lege.
Einen Einblick in die Radwege-Vorhaben an Bundes- und Landesstraßen und deren Bedeutung für die Radverkehrsinfrastruktur gab Egon Weß von Hessen Mobil. Weß zeigte zehn Radwegeplanungen im gesamten Kreisgebiet auf, die sich in verschiedenen Planungsphasen befinden und in den nächsten Jahren realisiert werden sollen.
Der Novelle der Straßenverkehrsordnung widmete sich ein Vortrag des ADFC Landesverbandes Hessen. Sofrony Riedmann und Paul Hilmer beschäftigten sich mit der Frage, welche Möglichkeiten die Neuerungen für einen sicheren und attraktiven Radverkehr eröffnen.
Austausch auf dem Regionalen Marktplatz
Einblicke in die Nahmobilitätskoordination im Wetteraukreis gab anschließend Julian Herzel als zentraler Ansprechpartner für die 25 Landkreiskommunen. Herzel unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Umsetzung von Projekten rund um den Fuß- und Radverkehr und veranschaulichte anhand verschiedener Projekte, wie nachhaltige Mobilität in der Region gelingen kann. Dabei gab er auch Einblicke in das schulische Mobilitätsmanagement, das das Ziel verfolgt, die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und möglichst sichere Schulwegeverbindungen zu schaffen.
Einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungen gab schließlich Christian Sperling, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt beim Wetteraukreis.
Die Fahrradkonferenz bot neben verschiedenen Fachvorträgen insbesondere Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren wie dem Verkehrsclub Deutschland, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der Verkehrswacht Wetterau und dem Regionalverband Frankfurt RheinMain. Einige von ihnen waren auf dem Regionalen Marktplatz vertreten, der das Programm um die Möglichkeit ergänzte, konkrete Projekte und Angebote aus der Region kennenzulernen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Volker Blees, Professor für Verkehrswesen an der Hochschule RheinMain.
Quelle: Wetteraukreis