Für alle Fälle gewappnet sein
Stadt Bad Vilbel hat Konzept für Stromausfälle – Eigenvorsorge unabdingbar
Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz und der damit verbundene tagelange Ausfall des Stroms in Teilen der Stadt haben landesweit die Frage aufkommen lassen, wie die eigene Stadt eigentlich auf solche Ereignisse vorbereitet ist. Die gute Antwort zu Beginn: Die Stadt Bad Vilbel hat entsprechende Pläne immer parat und hält diese aktuell. Aber alle Bürgerinnen und Bürger sollten auch stets selbst vorbereitet sein.
„Wir beschäftigen uns seit mehreren Jahren mit der Situation, dass der Strom ausfällt und wir entsprechend reagieren müssen. Neben konkreten Notfallplänen haben wir auch einen Verwaltungsstab installiert, der unmittelbar nach dem Auftreten eines Stromausfalls handlungsfähig wäre. Wir können daher allen Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbelern sagen, dass wir in der unwahrscheinlichen Situation eines Stromausfalls schnell, zielgerichtet und effektiv reagieren können“, erklärt hierzu Bürgermeister Sebastian Wysocki.
Innerhalb der städtischen Infrastruktur sowie bei den für die Gefahrenabwehr wesentlichen Einrichtungen sind entsprechende Notstromversorgungen vorhanden. Diese dienen dazu, die Einsatz- und Arbeitsfähigkeit auch bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung aufrechtzuerhalten. „Aus Gründen der Sicherheit und mit Blick auf die aktuelle Lage können wir keine detaillierten Angaben zu konkreten Standorten oder technischen Ausstattungen machen. Aber wir können versichern, dass die entsprechende Versorgung gewährleistet wäre“, führt Wysocki weiter aus.
Bei den Stadtwerken Bad Vilbel ist festzuhalten, dass für die Gas- und Wasserversorgung entsprechende betriebliche Regelwerke bestehen. Dazu zählen unter anderem ein Alarmierungs- und Einsatzplan, Maßnahmen- und Handlungspläne sowie ein spezieller Notfallplan für Gas und Wasser. Diese dienen dazu, im Störungs- oder Notfall strukturiert, koordiniert und zielgerichtet reagieren zu können. Die entsprechenden Unterlagen werden regelmäßig überprüft, aktualisiert und bei Bedarf an neue rechtliche, technische oder organisatorische Vorgaben angepasst. „Im Bereich der Stromversorgung werden die bestehenden Notfall- und Vorsorgeplanungen derzeit durch die Stadtwerke Bad Vilbel weiterentwickelt und ergänzt. Dabei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem vorgelagerten Netzbetreiber, um Zuständigkeiten, Schnittstellen und Abläufe für den Störungs- oder Krisenfall klar zu regeln und die Versorgungssicherheit weiter zu stärken“, bezieht sich Wysocki auf den Bereich, für den die Stadtwerke zuständig sind und ergänzt, dass Stadt und Stadtwerke im akuten Fall natürlich eng miteinander zusammenarbeiten würden.
Vorsorge und Krisenbewältigung sind jedoch nicht ausschließlich Aufgabe staatlicher Stellen. Diese leisten im akuten Fall zwar Hilfe und Unterstützung, können der Eigenverantwortung jeder Bürgerin und jedes Bürgers nicht zuvorkommen. „Es ist sinnvoll, sich frühzeitig zu informieren und im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten angemessene Vorsorgemaßnahmen für mögliche Krisenszenarien zu treffen. Hierzu zählen unter anderem ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser, eine Grundausstattung an Lebensmitteln sowie einfache Möglichkeiten zur Information und Beleuchtung“, bittet der Bürgermeister alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler sich vorzubereiten.
Vorbereiten sollte man sich für mindestens vier Tage. Dazu zählen:
Haltbare Lebensmittel, die ungekühlt gelagert werden können:
Konserven (Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch)
Trockenfrüchte
Nüsse
Zwieback
Müsliriegel
Ausreichend Trinkwasser: Zwei Liter pro Tag
Es ist ratsam zudem, eine Notapotheke mit Verbandmaterial, aber auch persönlichen Medikamenten oder Schmerzmitteln vorzuhalten.
Um sich stets informieren zu können, benötigt man zudem ein Transistorradio, ausreichend Batterien und für Licht im Haus Kerzen sowie Taschenlampen. Eine aufgeladene Powerbank, um akkubetriebene Geräte wie Smartphones aufzuladen, empfiehlt sich ebenfalls.
Weitere Informationen gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html.
„Die Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler sollen wissen, dass wir gut vorbereitet sind, Redundanzen geschaffen haben und schnell Anlaufstellen und eine Notversorgung organisieren können. Aber Vorsicht ist bekanntlich immer besser als Nachsicht, weshalb es gut ist, wenn alle Bürgerinnen und Bürger die entsprechenden Ratschläge befolgen. Das Beispiel Berlin hat uns gezeigt, dass unser Stromnetz angegriffen werden kann, Beispiele aus anderen Städten zeigen aber auch, dass Wetterlagen oder technische Defekte ebenfalls zu plötzlichen Stromausfällen führen können. Unsere Stadtwerke und wir als Stadt tun alles, damit die Netze und Versorgungsleitungen sicher sind, aber es schadet bekanntlich nie, immer wieder auch daran zu erinnern, was zu tun wäre, wenn doch etwas passiert“, so Sebastian Wysocki abschließend.
Quelle: Stadt Bad Vilbel