Bad Vilbel stärkt Wasserrückhalt im Stadtwald

Vier neue Tümpel werden angelegt

Im Stadtwald von Bad Vilbel laufen aktuell Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts und zur ökologischen Aufwertung der Waldgewässer. Unter fachlicher Leitung von Förster Eckhard Richter werden vier neue Tümpel angelegt sowie fünf bestehende Gewässer gezielt instandgesetzt.

Mit der praktischen Umsetzung ist die Firma Energieholz Hessen unter Leitung von Henrik Jakobi aus Bad Vilbel beauftragt. Ziel der Arbeiten ist es, die natürliche Wasserhaltung im Wald zu stärken und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Amphibien, Insekten und Wasserpflanzen zu verbessern.

Bei den bestehenden Tümpeln zeigte sich, dass diese durch Laubeintrag und Sedimentablagerungen teilweise stark verlandet und verschlammt waren. Um ihre ökologische Funktion wiederherzustellen, werden die Gewässer behutsam zu rund 75 Prozent ausgebaggert. Ein Teil der vorhandenen Wasserpflanzen und Strukturen bleibt bewusst erhalten, damit sich die Biotope schnell wieder neu besiedeln können.

Besonderes Augenmerk wird auf flach auslaufende Ufer gelegt. Diese sind entscheidend, damit sich Wasserpflanzen ansiedeln können und Amphibien geeignete Lebensräume vorfinden. Zusätzlich wurden an einigen Gewässerrändern Bäume entnommen, um den Lichteinfall zu verbessern. Denn in dauerhaft schattigen, dunklen Tümpeln entwickelt sich erfahrungsgemäß deutlich weniger Leben, etwa Libellen.

„Mit diesen Maßnahmen verbessern wir den Wasserrückhalt im Stadtwald und schaffen zugleich wertvolle Biotope für Frösche, Kröten, Libellen und zahlreiche Wasserpflanzen“, betont Bürgermeister Sebastian Wysocki.

Der Wetteraukreis unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss aus Naturschutzmitteln in Höhe von 7.500 Euro.

Quelle: Stadt Bad Vilbel

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