Bad Vilbel verabschiedet umfassendes Klimaschutzkonzept
Bürgermeister Sebastian Wysocki (Mitte), Christian Kühl (links) und Andreas Frank (rechts) präsentieren das neue Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Vilbel.
Bad Vilbel setzt ein kraftvolles Zeichen für die Zukunft: Mit der Verabschiedung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) verfügt die Stadt nun über einen strategischen Fahrplan zur Klimaneutralität 2045. Eine umfassende Akteursbeteiligung und 39 bereits fachlich aufbereitete Maßnahmen bilden das Herzstück der neuen Strategie. Von der energetischen Gebäudesanierung bis hin zur Klimabildung kombiniert das Konzept wirksamen Klimaschutz mit der Sicherung lokaler Lebensqualität. Als lebendiges Instrument und Türöffner für attraktive Fördermittel markiert das IKSK den Startschuss für eine moderne, resiliente Stadtentwicklung, die Verantwortung für kommende Generationen übernimmt.
Die Stadt Bad Vilbel hat einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft vollzogen. Mit der offiziellen Verabschiedung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) verfügt die Stadt nun über einen fundierten strategischen Fahrplan, um das ambitionierte Ziel der CO2-Neutralität bis zum Jahr 2045 systematisch zu erreichen. Dieses umfassende Steuerungsinstrument verknüpft erstmals strategische Klimaziele mit 39 konkreten Maßnahmen, die sowohl den klassischen Klimaschutz als auch die notwendige Klimaanpassung abdecken. Bürgermeister Sebastian Wysocki unterstreicht die Bedeutung dieses Beschlusses und hebt hervor, dass Klimaschutz eine der zentralen kommunalen Aufgaben der Gegenwart ist. Es gehe dabei nicht nur um technische Werte, sondern primär um die Sicherung der Lebensqualität für die heutige Bevölkerung und die Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Mit dem IKSK bekennt sich Bad Vilbel klar dazu, den Wandel hin zu einer lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt aktiv mitzugestalten.
Die inhaltliche Substanz des Konzepts beruht auf einer umfangreichen Bestandsanalyse und einer Treibhausgasbilanzierung des gesamten Stadtgebiets. Die skizzierten 39 Maßnahmen konzentrieren sich auf wesentliche Handlungsfelder, in denen die Stadt ihren Beitrag leisten kann. Ein zentraler Pfeiler ist dabei die Steigerung der Energieeffizienz in den kommunalen Liegenschaften, womit die Stadtverwaltung ihrer Vorbildfunktion gerecht wird. Flankiert wird dies durch den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die konsequente Förderung klimafreundlicher Mobilitätsformen. Da die Folgen des globalen Klimawandels jedoch bereits heute spürbar sind, bildet die Anpassung an klimatische Veränderungen einen weiteren Schwerpunkt. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen zum Umgang mit zunehmenden Hitzeperioden und dem Schutz vor Starkregenereignissen, um die städtische Infrastruktur resilienter aufzustellen.
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Bad Vilbeler Weges ist die tiefgreifende Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie lokaler Interessengruppen. Zwischen April und September 2025 initiierte die Stabsstelle Klima und Umwelt einen intensiven Beteiligungsprozess, an dem 13 verschiedene gesellschaftliche Gruppen teilnahmen. Das Spektrum reichte vom Seniorenbeirat und politischen Fraktionen über Schulen, Landwirte und Industrievertreter bis hin zu Initiativen wie den Naturfreunden oder dem ADFC. In einem dynamischen Brainwriting-Verfahren wurden dabei viele hundert Ideen generiert, die weit über rein theoretische Ansätze hinausgingen. Das Besondere an diesem Prozess war die demokratische Selektion: Die Teilnehmenden bewerteten ihre Vorschläge im Rahmen des Verfahrens selbst, sodass aus der Fülle der Nennungen schließlich eine fundierte Liste von 89 Kernideen aus dem Pool der Brainwriter hervorging. Diese Ergebnisse bildeten zusammen mit der fachlichen Expertise eines externen Büros die Basis für den finalen Ideen- und den Maßnahmenkatalog und stellen sicher, dass das Konzept eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genießt.
Über die ökologischen Vorteile hinaus eröffnet das IKSK der Stadt Bad Vilbel handfeste wirtschaftliche Perspektiven. Wie Bürgermeister Wysocki erläutert, dient das Konzept als Türöffner für deutlich attraktivere Förderkonditionen. Dabei betont er, dass das Klimaschutzkonzept kein statisches Dokument ist, das in einer Schublade verschwindet. Es ist als lebendiges Instrument konzipiert, das durch regelmäßiges Controlling und Monitoring begleitet wird. So kann die Stadt flexibel auf neue technische Entwicklungen oder veränderte Rahmenbedingungen reagieren und die Maßnahmen schrittweise nach fachlichen Prioritäten und verfügbaren Ressourcen umsetzen.
Quelle: Stadt Bad Vilbel