Stadt Bad Vilbel und Einzelhändler Bernd Kaffenberger entwickeln Konzept für wohnortnahe Einkaufsmöglichkeit – Vorstellung im Ortsbeirat am 2. Dezember
Gute Nachrichten für die Nahversorgung in Gronau: In der Alten Schule in der Berger Straße 4 könnte schon in absehbarer Zeit wieder eine Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs entstehen. Gemeinsam mit dem Bad Vilbeler Einzelhändler Bernd Kaffenberger arbeitet die Stadt Bad Vilbel an der Einrichtung eines sogenannten 24/7-Smart-Stores. Der kleine, weitgehend automatisierte Supermarkt soll den Gronauerinnen und Gronauern künftig an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Bürgermeister Sebastian Wysocki (CDU), der Gronauer Ortsvorsteher Lukas Worel (CDU) und dessen Stellvertreter Janis Ahäuser (SPD) begrüßen die neue Perspektive für den Stadtteil. „Eine gute Nahversorgung gehört zu einem lebendigen Stadtteil. Gerade für ältere Menschen, Familien und Menschen ohne eigenes Auto ist es wichtig, Dinge des täglichen Bedarfs möglichst direkt vor der Haustür einkaufen zu können. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren intensiv an einer Lösung für Gronau gearbeitet. Mit dem Konzept für die Alte Schule zeichnet sich nun eine vielversprechende Möglichkeit ab, die wir gemeinsam voranbringen wollen“, erklären Wysocki, Worel und Ahäuser.
Ursprünglich war vorgesehen, im Zuge der geplanten Bebauung des Grundstücks am Gronauer Bahnhof auch einen Nahversorger anzusiedeln. Durch neue Entwicklungen rund um das städtische Gebäude der Alten Schule sowie Gespräche mit dem Bad Vilbeler Einzelhändler Bernd Kaffenberger hat sich inzwischen eine weitere Möglichkeit eröffnet. Der Vorteil: Anders als bei einem Neubau könnte auf bereits vorhandene Räumlichkeiten zurückgegriffen werden. Damit besteht die Chance, unabhängig von den zeitlichen Abläufen einer größeren Bauentwicklung vergleichsweise kurzfristig eine Einkaufsmöglichkeit im Ortskern zu schaffen.
Einkaufen an sieben Tagen in der Woche – rund um die Uhr
Das vorgesehene Konzept setzt auf einen sogenannten Smart-Store. Dabei handelt es sich um einen kleinen, digital unterstützten Lebensmittelmarkt, der weitgehend ohne dauerhaft anwesendes Verkaufspersonal betrieben werden kann. Automatisierte Einkaufs- und Bezahlvorgänge ermöglichen einen wirtschaftlichen Betrieb auch auf vergleichsweise kleiner Verkaufsfläche.
Der Markt soll grundsätzlich rund um die Uhr geöffnet sein und ein Sortiment mit Lebensmitteln sowie weiteren Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Die konkrete Zusammenstellung des Sortiments und die Organisation des Geschäftsbetriebs liegen bei Bernd Kaffenberger, der den Markt eigenverantwortlich betreiben würde.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Bernd Kaffenberger einen erfahrenen Einzelhändler aus Bad Vilbel für dieses Vorhaben gewinnen konnten. Er kennt den örtlichen Markt und bringt die notwendige Erfahrung im Lebensmitteleinzelhandel mit. Das Konzept verbindet eine wohnortnahe Versorgung mit modernen Einkaufsmöglichkeiten und kann gerade für einen Stadtteil wie Gronau eine passende Lösung sein“, betont Bürgermeister Wysocki.
Für Bernd Kaffenberger steht dabei die Versorgung der Menschen vor Ort im Mittelpunkt:
„Ich freue mich über die Möglichkeit, die Nahversorgung in Gronau mitzugestalten. Mit dem geplanten Markt möchte ich dazu beitragen, dass die Menschen Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs wieder unkompliziert direkt im Ort einkaufen können“, sagt Bernd Kaffenberger.
Alte Schule soll neue Funktion für den Ortskern erhalten
Als Standort ist das Erdgeschoss der Alten Schule in der Berger Straße 4 vorgesehen. Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt Bad Vilbel und liegt zentral im gewachsenen Ortskern. Mit der Einrichtung eines Nahversorgers könnte die Immobilie eine zusätzliche Funktion für die Allgemeinheit erhalten und zugleich zur Belebung des Ortskerns beitragen.
Für die Nutzung als Lebensmittelmarkt wären verschiedene bauliche und technische Anpassungen notwendig. Hierzu zählen unter anderem Arbeiten an der Elektroinstallation, der Beleuchtung, den Sanitäranlagen sowie der Klima- und Lüftungstechnik. Auch die erforderlichen baurechtlichen Genehmigungen müssen noch eingeholt werden.
Die endgültige Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen politischen Beschlüsse, der vertraglichen Vereinbarungen und der notwendigen Genehmigungen.
Postfiliale soll in Gronau erhalten bleiben
Auch für die derzeit noch in der Alten Schule untergebrachte Postfiliale gibt es eine neue Perspektive. In Gesprächen mit der Stadt Bad Vilbel hat die Deutsche Post zugesichert, ihre Filiale in neue Räumlichkeiten in der Backhausstraße zu verlegen.
„Für uns ist klar, dass wir nicht eine wichtige Versorgungseinrichtung schaffen und dafür eine andere verlieren wollen. Deshalb haben wir uns ausdrücklich dafür eingesetzt, dass die Postfiliale in Gronau erhalten bleibt und künftig möglichst auch barrierefrei erreichbar ist“, unterstreichen Worel und Ahäuser.
Vorstellung des Konzepts am 2. Dezember im Ortsbeirat
Bevor die politischen Gremien abschließend über das Vorhaben entscheiden, soll das Konzept öffentlich vorgestellt und beraten werden. Hierzu ist vorgesehen, dass Bernd Kaffenberger in der nächsten Sitzung des Ortsbeirats Gronau am Mittwoch, 2. Dezember 2026, um 19 Uhr persönlich über den geplanten Smart-Store informiert.
Dabei sollen auch die Gronauer Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit erhalten, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und sich über die geplante Einkaufsmöglichkeit zu informieren.
„Die Nahversorgung ist seit Langem ein wichtiges Anliegen vieler Menschen in Gronau. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun eine konkrete Perspektive vorstellen können. Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbeziehen und gemeinsam dafür werben, dass aus dieser Idee ein dauerhaft erfolgreiches Angebot für unseren Stadtteil wird“, erklären Wysocki, Worel und Ahäuser abschließend."