Defibrillatoren in Schulen möglich

FDP mit Erinnerungslücken im Kommunalwahlkampf?

Die CDU-Fraktion im Wetterauer Kreistag zeigt sich überrascht über einen Presseartikel der FDP Wetterau anlässlich eines Besuchs der Fraktion an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim.

Schon im Untertitel zur Überschrift schreibt die FDP, das Landratsamt lehne Defibrillatoren in Schulen ab. „Das ist eindeutig eine falsche Behauptung wider besseres Wissen“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Wysocki. Gerade erst in der letzten Sitzung des Ausschuss für Jugend, Soziales, Familie, Gesundheit und Gleichstellung Ende November 2025 wurde der Umgang mit Defibrillatoren durch die Kreisverwaltung vorgestellt. Auch Vertreter der FDP-Fraktion waren mit dabei.

Demnach können Schulen eigenständig einen Defibrillator anschaffen. Die Kosten können über das kreiseigene Schulbudget abgerechnet werden oder auch durch Dritte, wie zum Beispiel über einen Förderverein. Da die Schule für die Anschaffung und Organisation der Wartung verantwortlich ist, sollte lediglich der Anbringungsort vorab mit dem Schulträger abgestimmt sein. Unabhängig von den Möglichkeiten, die der Kreis biete, sei das Angebot der Anschaffung von Defibrillatoren über die Björn-Steiger-Stiftung im Sommer 2025 hinzugekommen und das zuständige Hessische Ministerium habe alle Schulen über dieses Angebot informiert.

Außerdem wurde in der Ausschuss-Sitzung auch eine grundsätzliche Einschätzung des Gesundheitsamts zum Thema Defibrillatoren abgegeben. Demnach kann ein Defibrillator eine sinnvolle Ergänzung für die Erste-Hilfe sein, wenn er denn griffbereit und sofort einsatzfähig ist.

Dies sei ohnehin grundsätzlich selten der Fall, da sich Notfälle meist nicht in unmittelbarer Nähe zu einem Defibrillator ereignen. Daher ist bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand grundsätzlich eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) durchzuführen. Dazu werden zuvorderst Grundkenntnisse in Erste Hilfe benötigt und sonst keine technische Ausstattung. Der Ausschussvorsitzende und CDU-Fraktionsmitglied Dirk Vogel betont: „Im Ausschuss wurde eindeutig klargemacht, dass das Erkennen, das Absetzen eines Notrufs und die sofortige Durchführung der Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung für das Überleben entscheidend sind. Vor diesem Hintergrund stehen beim Wetteraukreis wiederkehrende Schulungsangebote im Fokus, aber auch für die Anschaffung von Defibrillatoren wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt“.

„Die Schulen im Wetteraukreis haben also unabhängig vom tatsächlichen Nutzen bei Notfällen jederzeit die Möglichkeit, Defibrillatoren anzuschaffen. Selbstverständlich unterstützen wir es, wenn die Schulen von dieser Option Gebrauch machen. Die FDP wurde wie alle anderen Fraktionen im Ausschuss ausführlich zu diesem Thema informiert. Vielleicht erinnert sich die FDP nach der Kommunalwahl wieder besser an erhaltene Informationen“, stellen CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki und der Ausschussvorsitzende Dirk Vogel abschließend klar.

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