Seit meinem 20. Lebensjahr engagiere ich mich politisch in Bad Vilbel und in der Wetterau.

Doch wie kommt man dazu, sich in jungen Jahren politisch zu engagieren? Ich war eigentlich schon immer ein politisch denkender Mensch. Schon früh habe ich Verantwortung für andere übernommen. Zunächst in der ev. Jugendarbeit bei den Pfadfindern, später in der städtischen Jugendpflege.

In die CDU bzw. Junge Union bin ich über den Bundestagswahlkampf 2005 gekommen. Dort wurde mir klar, dass es nicht reicht, etwas gut zu finden sondern dass es manchmal notwendig ist, sich zu seinen Vorstellungen und Wünschen klar zu bekennen. Also entschloss ich mich der CDU beizutreten. Jan Fleischhauer, stellvertretender Leiter des Hauptstadtbüros des SPIEGEL, hat in seinem Buch "Unter Linken" ziemlich treffend dargestellt, dass es für Jugendliche schwer ist zu sagen: "Ja, ich bin NICHT links". Ich hatte nicht etwa Angst ausgegrenzt zu werden oder ähnliches, aber ich wusste damals schlichtweg nicht, an wen ich mich hätte wenden können. 2005 war dann trotzdem der Punkt erreicht wo ich sagte: "Jetzt oder Nie". Ich habe mich für das "Jetzt" und gegen das "Nie" entschieden und diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Die CDU bzw. JU ist meine politische Heimat, was sich zwar etwas trocken und angestaubt anhört. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich es sonst formulieren soll. In einer Partei zu sein bedeutet jedoch auch, nicht immer mit allen Zielen 100prozentig einverstanden zu sein. Eine Partei, deren Inhalte man zu 100 Prozent vertreten kann, gibt es nicht und wird es auch nie geben. Die große Stärke der CDU liegt für mich in ihrer großen Pluralität. Unterschiedliche Strömungen, Wertevorstellungen und politische Zielvorstellungen versammeln sich hier unter einem Dach. Es ist spannend und äußerst lehrreich mit Parteifreunden zu diskutieren, gegenseitig Meinungen auszutauschen und dabei den eigenen Standpunkt argumentativ zu verteidigen. Letztendlich ist es jedoch die Kommunalpolitik die mich dazu bewogen hat, in die CDU einzutreten. Ich bin sehr mit Bad Vilbel verbunden. Hier bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen. Hier lebt meine Familie und die meisten meiner engsten Freunde. Die CDU in Bad Vilbel hat dazu beigetragen, dass unsere Stadt so liebenswert ist, wie wir sie heute alle kennen. Diese Arbeit fortzusetzen und neue Akzente zu setzten war der Antrieb, mich hier politisch zu engagieren.

Im Laufe der Jahre habe ich begonnen mich auch über die Grenzen Bad Vilbels hinweg kommunalpolitisch zu engagieren. So bin ich seit 2011 auch Mitglied des Wetterauer Kreistags.